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zwischen//welt

4D-Performance

im Planetarium Münster
zur Sensibilisierung für Palliativmedizin

Wie kann man sich in die Lage von Schwerstkranken und Sterbenden hineinversetzen? Wie läßt sich erahnen, was am Ende unseres Weges auf uns zukommt?

Zusammen mit dem Förderverein der Freunde und Förderer des Herz Jesu Krankenhauses wagt es Thomas Nufer, eine solch existentielle Situation erlebbar zu machen. „zwischen//welt“ eröffnet die Chance mit allen Sinnen nachzuvollziehen, was auf einer Palliativsituation geschieht. Damit lenkt das Stück das Augenmerk auf eine ganz ungewöhnliche Art der Medizin, bei der es nicht mehr darum geht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.

Zwischen den Welten von Wachen und Schlafen, Leben und Tod, liegen Passagen der Verwandlung und der Grenzübertritte in eine vielschichtige Welt. Alles besitzt eine andere Art der Deutung, einen verborgenen Sinn. Diese Transformationsprozesse sind ein wichtiger Teil der Inszenierung.
„zwischen//welt” sieht sich als komplexes und ergebnisoffenes Experiment, frei von Weltanschauung und Glaube.

Tomasz, ein Berliner Kunstmaler, Performer und Sänger wird auf die Palliativstation verlegt. Obgleich von Atemwegsleiden geplagt, ist er ein unglaublich humorvoller Mensch und versucht trotz seiner Bettlägerigkeit andere zum Lachen zu bringen.

Der Palliativpfleger Jens erweist sich als einfühlsamer Begleiter in Tomasz’ schwierigster Lebensphase. Er versucht auf die Bedürfnisse und Gefühle seines Patienten spontan zu reagieren, wenn es auch bisweilen kriselt zwischen den beiden.

Die Abhängigkeit des Patienten zu seinem Pfleger wird nicht zuletzt erkennbar in ihren oft sehr schrägen Dialogen und Handlungen jenseits des Erwartbaren.

Denn auch Jens begreift sich als eine Art Künstler, zwischen Leben und Tod agierend.
Er ermuntert Tomasz ein finales Meisterwerk zu schaffen. Der sichtlich geschwächte Tomasz ist überwältigt von dieser Idee und vom Interesse an seiner Kunst.

Für die konkrete Umsetzung fehlt ihm allerdings immer mehr die Kraft. Zeitgleich mit seinem körperlichen Abbau entwickelt er eine besondere Form von Bewusstsein.
Eine Korrespondenz zwischen Außen und Innen entsteht, eine Phase des Schwebens und der Zwischenzustände. Nicht nur die Bilder seines kreativen Schaffens, auch die seines Unterbewusstseins, seiner Erinnerungen, Träume und Klänge nehmen Gestalt an unter der Kuppel des Planetariums.

Buch und Regie: Thomas Nufer
Ulrich Bärenfänger (Tomasz)
Martin Schlathölter (Jens Lamberty)
Christiane Hagedorn (Sprecherin)

Premiere:
25. November 2023

Weitere Aufführungen:
Do 11.01., Do 25.01., Fr 16.02., Sa 17.02. 2024, 19:30 Uhr

Kartenvorbestellung:
tickets.lwl.org

Film- und Medienentwicklung
Jens Krause, Videovita
Rocco Helmchen, Fulldome Video Artist
Yes Please Productions, London
Tristan Uhr – Visualisierung Schneeflocken
Fotos
Zuza Badziong
Leitung Planetarium, technische Umsetzung
Dr. Tobias Jogler
Veranstaltungsmanagement LWL
Jana Flieshart
Palliativberatung
Christopher Barth
Jens Nientiedt

Dank an
Dr. Jan Ole Kriegs, Museumsleiter
Dr. Wolfgang Clasen
Dr. Ulrich Müller
Peter Glahn
LWL-Pflegeausbildung Ulrich Schmitz
Jörg Adler
Susanne Jostameling
Natalie Schlathölter
Thomas Greshacke
Willi Landsknecht

Presseberichte

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Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Münsterland-Ost